Was ist Risikomanagement – hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen

Hier erhalten Sie einen Überblick zum Thema Risiko und Risikoerkennung. Des Weiteren wird die Rolle des Risikomanagements für ein Unternehmen beleuchtet, sowie die Einteilung der Risiken nach Kategorien und Wichtigkeit für ein Unternehmen vorgenommen. Abschließend werden die gängigsten Normen für Risikomanagement aufgelistet. Doch wie definiert man Risiken und Chancen? Zunächst müssen wir verstehen, was es mit dem Begriff Risiko und Chance auf sich hat.  Wir müssen verstehen, dass Risiko und Chance zwei Seiten einer Medaille bilden. Risiken sind also prinzipiell nichts Schlechtes. Es geht nur darum, mit dem Risiko richtig um zu gehen und Risiken in Chancen zu verwandeln. Dies ist ein Ziel von Risikomanagement.

Chance: Chance wird oft als günstige Möglichkeit gesehen, oft auch als Wahrscheinlichkeit des Eintreffens eines Ereignisses. In diesem Sinne sind Chance und Risiko
————–oft identisch.
Risiko: Risiko ist die Unsicherheit über die künftige Entwicklung. Risiko ist die Kombination von Wahrscheinlichkeit und Auswirkung eines Szenarios
————(R = W x A, Risiko = Wahrscheinlichkeit mal Auswirkung (ONR 49002)).

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Kann man Risiken sinnvoll in verschiedene Bereichen einteilen?

Risiken kann man grob in vier verschiedene Bereiche einteilen. Ziel des Risikomanagement ist es natürlich diese Kategorien weiter zu verfeinern. So gibt es Finanzwirtschaftliche Risiken. Bei Risiken, welche den Markt betreffen spricht man von Markt-Risiken. Es gibt natürlich auch die allgemeinen Unternehmens-Risiken, auch Operationale Risiken genannt. Abschließend gibt es noch die Rechts-Risiken. International operierende Unternehmen haben hier höhere Risiken, da sie unterschiedlichen Rechtssystemen unterworfen sind.

Gibt es grundsätzliche Risiken für Unternehmen?

Die Fragen nach den wichtigsten Risiken für ein Unternehmen würden wohl die meisten Unternehmer unterschiedlich beantworten. Dies sind aber die 7 Risiken, welche für die meisten Unternehmen gelten, unabhängig von Branche und Unternehmensform. Ein ganz klares Risiko ist es, wenn die Kernkompetenzen eines Unternehmens bedroht sind. Genauso, wenn die Unternehmensstrategie auf unklaren oder falschen Annahmen beruht. Starke Abhängigkeit von wenigen Kunden / Lieferanten stellt ebenso ein Risiko dar, wie finanzwirtschaftliche Risiken. Zum Schluss sind viele Unternehmen auch durch eine niedrige Eigenkapitalquote, den Ausfall von Schlüsselpersonen sowie durch Leistungsrisiken bedroht.

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Gründe für ein Risikomanagementsystem

“Wir haben doch nur wenige Risiken. Was wollen Sie da optimieren?”

Dies ist die Aussage vieler Unternehmer, wenn Sie auf das Thema Risikomanagement angesprochen werden. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus, denn:

• Alle 15 Minuten geht in Deutschland ein Unternehmen in Konkurs.
Die meisten davon bemerken die Insolvenz erst durch Kontensperre.
• Alle 2 Stunden wird ein Strafverfahren in diesem Zusammenhang eröffnet.
• Viele Insolvenzen sind unverschuldete Folgepleiten.

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Gängige Normen für ein Risikomanagementsystem

Wir geben Ihnen hier nun einen kleinen Überblick über gängige Risikomanagementsystem,
welche weltweit ihre Anwendung finden und sich in der Praxis bewährt haben.

• COSO Enterprise Risk Management System (USA)
• ONR 49000 Risikomanagementsystem – Begriffe und Grundlagen
• ONR 49001 Elemente des Risikomanagement-Systems
• ONR 49002 Leitfaden für das Risiko Management
• ONR 49003 Anforderungen an die Qualifikation des Risikomanagers
• ISO DIS 31000 Risk Management
• DIN EN ISO 14971 Medizinprodukte Risiko Management

• IN EN ISO 14121-1 Sicherheit von Maschinen – Risikobeurteilung
• HB 141 Risk financing guidelines (Australien)
• HB 221:2004 Business Continuity Management (Australien)
• HB 240-2004 Guidelines for managing risk in outsourcing utilizing
• NZS 4360:2004 process (Australien)
• AS / NZS 4360:1996 bzw. Novelle 2004 – Risk Management System